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Samstag, 12. August 1995

Mit einer Stunde Verspätung kommen wir in Nairobi an. UTC holt uns ab und bringt uns wieder ins New Stanley Hotel.

 

Dann geht es auf große Einkaufstour. Durch knallharte Verhandlungstechnik, die an die Schmerz­gren­ze der Verkäufer reicht, erstehen wir zu äußerst günstigen Preisen (die Verkäufer lachten sich nach Abschluß wahr­scheinlich über die dummen Deutschen ins Fäustchen) weitere geschnitzte Hippos und Rhinos. Inzwischen können wir mit dem Erworbenen schon Herden bilden. Als wir kein Geld mehr haben, beginnen die Tauschgeschäfte. Ingrids irisches Kopftuch wechselt gegen hölzerne Gabel und Löffel den Besitzer. Der Tausch ihres Anoraks gegen ein weiteres Rhino kommt dagegen nicht zu­stan­de.

 

 

In der Nähe von Nairobi

 

Um 13:30 beginnt unsere Safari durch den Nairobi-Nationalpark. Die Tiere kommen hier bis an die Stadtgrenze der Millionenstadt, die durch einen Zaun gesichert wird. Wer nun glaubt, dass durch diese Umstände der Park nur ein etwas größerer Zoo ist, sieht sich getäuscht. Der Park ist nämlich nach Süden offen und man sieht wie im Krüger-Park und in der Serengeti alle Tiere in offener Wildbahn – allerdings gelegentlich vor einer Hochhauskulisse.

 

Höhepunkt der Safari – auch für einen mitfahrenden Engländer – ist ein Löwenrudel, dem wir uns „todesmutig“ mit offenem Verdeck bis auf ca. 10 m nähern. Hippos lagern wieder in einem Bach­lauf und gegen Ende der Safari kommen wir an einer großen Büffelherde vorbei.

 

Um 21:00 holt uns UTC für den Transfer zum Flughafen ab – es hat damit, von Kleinigkeiten abgesehen, alles tadellos geklappt, neben den unvergesslichen Reiseeindrücken werden wir auch die sehr gute Reiseorganisation in guter Erinnerung behalten. Alle Vorhersagen der „Experten“ über chaotische Organisation, Gewaltkriminalität, Korruption bei Grenzübertritten, Krankheiten ..... trafen zumindest für unsere Reise nicht ein. Damit wollen wir nicht behaupten, dass es solche Gegeben­hei­ten nicht gibt. Einige Mängel bei den Verkehrsmitteln waren uns von vornherein bekannt und diese haben wir dementsprechend akzeptiert.

 

Gegen 00:00 startet unsere Maschine, ein Airbus 313 der Lufthansa. Abendessen etwas mit See­frucht; wir streiken, was uns nicht schwer fällt, da wir schon im Hotel gegessen haben.

 

Sonntag, 13. August 1995

Pünktlich landet die Maschine nach einigermaßen ruhigem Flug in Frankfurt. In 50 Minuten schaffen wir die Grenz- und Zollkontrollen, die Gepäckaufnahme und die S-Bahnfahrt zum Hauptbahnhof. Mit dem EC „Goethe“ Frankfurt – Paris fahren wir, meistens schlafend, bis Homburg (Saar), wo uns unser Sohn Daniel mit dem Auto für die letzten Kilometer nach Limbach abholt.

 

[Bericht und Bilder dieser Reise: Ernst Lindemann]

 

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